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Kettengehänge mit Aufhängegliedern und Gabelkopfhaken an einer Prüfwand, dahinter eine Fertigungshalle

Ketten Güteklasse 8

Tragfähigkeit
1.120 bis 26.500 kg
Produkte
11
Gehänge
Güteklasse
Nenndicke
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Tragfähigkeit
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Ketten Güteklasse 8: Einsatz und Auswahl

Einsatz und Auswahl von Anschlagketten der Güteklasse 8

Kettengehänge der Güteklasse 8 sind die Standardlösung, wenn Lasten mit scharfen Kanten, hohen Temperaturen im Umfeld oder rauer Handhabung angeschlagen werden, bei denen textile Anschlagmittel schnell verschleißen. Die Gehänge bestehen aus Aufhängeglied, einem bis vier Kettensträngen und Lasthaken. Zur Wahl stehen Sicherheitslasthaken Typ CLG, die sich unter Last selbst verriegeln, Ösenhaken SOCS, SIKA-Gabelkopfhaken Typ GHS und Gabelkopfhaken SGCS. Jede Ausführung ist zusätzlich mit Verkürzungsklaue EKF erhältlich, mit der sich einzelne Stränge stufenweise verkürzen lassen, um schräg hängende Lasten auszugleichen. Kranzketten der Formen K11, K12 und K22 sind endlose Rundketten für Schnürgang und Umschlingung. Für die Auswahl bestimmen Sie zuerst das Lastgewicht und die Anschlagart, dann die Anzahl der Stränge und die Nutzlänge.

Auswahlkriterien

  • Nenndicke: 6, 7, 8, 10, 13, 16, 18, 20 und 22 mm. Die Nenndicke bestimmt zusammen mit der Strangzahl die Tragfähigkeit des Gehänges.
  • Tragfähigkeit: Die hinterlegten Werte umfassen unter anderem 1.120, 1.500, 2.000, 2.360, 3.150, 4.250, 5.300, 6.700 und 11.200 kg. Maßgeblich ist die Angabe auf dem Kennzeichnungsanhänger für die jeweilige Anschlagart und den Neigungswinkel.
  • Strangzahl: Einstrang für Lasten mit einem Anschlagpunkt, Zweistrang für zwei Punkte, Dreistrang und Vierstrang für großflächige Lasten. Bei starren Lasten wird bei Vierstranggehängen nach allgemeiner Praxis von drei tragenden Strängen ausgegangen.
  • Nutzlänge: Ab 1.000 mm in Stufen von 500 mm, unter anderem bis 6.500 mm. Die Nutzlänge wird vom Aufhängeglied bis zum Hakengrund gemessen.
  • Hakenform: Sicherheitslasthaken für Lasten, die sich nicht unbeabsichtigt aushängen dürfen, Ösenhaken und Gabelkopfhaken für den klassischen Anschlag, Verkürzungsklaue EKF zum Anpassen der Stranglänge.

Sicherheit und Prüfung

Anschlagketten werden vor jedem Einsatz per Sichtkontrolle und in regelmäßigen Abständen durch eine befähigte Person geprüft. Ablegereif ist eine Kette bei bleibender Dehnung, bei Verschleiß der Glieder über das zulässige Maß hinaus, bei Rissen, Kerben, Verformung, Korrosionsnarben oder aufgeweiteten Haken. Fehlt der Kennzeichnungsanhänger mit Tragfähigkeit, Güteklasse und Hersteller, darf das Gehänge nicht eingesetzt werden. Beachten Sie, dass die Tragfähigkeit mit dem Neigungswinkel der Stränge abnimmt und im Schnürgang reduziert ist. Ketten dürfen nicht geknotet, verdreht oder ohne Kantenschutz über scharfe Kanten gezogen werden. Die Instandsetzung durch Tausch von Haken, Verkürzungsklauen oder Aufhängegliedern erfolgt nur mit Bauteilen gleicher Güteklasse und Nenndicke.

Weitere Güteklassen und Zubehör

Für geringeres Eigengewicht bei gleicher Tragfähigkeit stehen Ketten der Güteklasse 10 und Güteklasse 12 bereit. Haken, Verkürzungsklauen und Aufhängeglieder zum Nachrüsten finden Sie in den Beschlägen.

Häufige Fragen

Was bedeutet Güteklasse 8 bei Anschlagketten?

Die Güteklasse kennzeichnet die Festigkeitsstufe des Kettenstahls und damit die Tragfähigkeit je Nenndicke. Güteklasse 8 ist die verbreitete Standardklasse für Kettengehänge im Kranbetrieb. Ketten der Güteklassen 10 und 12 tragen bei gleicher Nenndicke mehr und sind bei gleicher Tragfähigkeit leichter. Alle Bauteile eines Gehänges, also Aufhängeglied, Kette, Verbindungsglieder und Haken, müssen derselben Güteklasse angehören.

Wie wähle ich Nenndicke und Strangzahl?

Ausgangspunkt ist das Lastgewicht und die Zahl der Anschlagpunkte an der Last. Ein Anschlagpunkt erfordert einen Einstrang, zwei Punkte einen Zweistrang, drei oder vier Punkte ein Drei- oder Vierstranggehänge. Aus Gewicht, Strangzahl und Neigungswinkel ergibt sich die erforderliche Nenndicke, hinterlegt sind 6 bis 22 mm. Die Tragfähigkeitstabelle des Herstellers und der Kennzeichnungsanhänger geben den zulässigen Wert je Anschlagart an.

Wofür dient die Verkürzungsklaue EKF?

Mit der Verkürzungsklaue lässt sich ein Kettenstrang gliedweise verkürzen, ohne die Kette zu knoten oder zu verdrehen. So gleichen Sie bei mehrsträngigen Gehängen unterschiedliche Abstände der Anschlagpunkte aus und bringen die Last waagerecht in die Schwebe. Die Klaue sitzt am Strang und nimmt das gewählte Kettenglied auf. Sie ist für die Gehänge mit CLG, SOCS, GHS und SGCS als Ausführung mit EKF erhältlich.

Wann ist eine Anschlagkette ablegereif?

Ablegereif ist eine Kette bei bleibender Dehnung, bei Verschleiß der Glieder über das zulässige Maß, bei Rissen, Kerben und Verformungen, bei Korrosionsnarben, aufgeweiteten oder verbogenen Haken und bei fehlender oder unlesbarer Kennzeichnung. Auch Hitzeeinwirkung mit Anlauffarben führt zur Ablegereife. Die Beurteilung erfolgt durch eine befähigte Person; bis zur Entscheidung bleibt die Kette außer Betrieb.